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Trauma und Journalismus
Trauma kann anstecken
Konferenzbericht 27.1.2006
Berichte vom Trauma 16.-17.10.2006
Tipps für den journalistischen Umgang mit Opfern
 


Trauma und Journalismus

Zur Berichterstattung über die Massenpanik auf der Loveparade in Duisburg am 24.07.2010 siehe den Augenzeugenbericht von Hanna Hünniger in der Zeit.Hier wird auf sehr anschauliche Weise geschildert, wie auch Journalisten bei zunächst friedlicher Partyberichtertattung in eine Extremsituation geraten können. In der Zeit vom 5.8.2010 ist ein ein wichtiges Interview zur Berichterstattung von der Loveparade in Duisburg mit der Traumaexpertin Kerstin Stellermann.

Meist braucht der Zusammenhang zwischen den Begriffen "Trauma" und " Journalismus" zunächst ein wenig Erklärung:Bei über der Hälfte aller Nachrichten ist der Kern der Nachricht, dass Menschen in Extrem-Situationen oder traumatische Situationen geraten sind. Gleichgültig ob über Gewaltverbrechen, einen Unfall oder eine Naturkatastrophe berichtet wird.Für die journalistische Arbeit ist es wichtig, dass Journalisten wissen, was im Kopf und Körper geschehen kann, wenn man extreme Belastungssituationen erlebt. Dies ist nicht nur wichtig für den guten Umgang mit den Menschen über die berichtet wird, sondern auch für den richtigen Umgang mit sich selbst.Auch bei Journalisten hinterlässt die Konfrontation mit Trauma Spuren, sei es nun ob sie über ein Erdbeben in China, ein Bahnunglück wie Éschede berichten, einen Gerichtsprozess über Kindesmissbrauch oder über Kriege. Seit Mitte 2005 widme ich mich als Trainerin und Organisatorin diesem Thema.Im Januar 2006 habe ich die erste deutsche Konferenz zum Thema Trauma und Journalismus für die ARD-ZDF Medienakademie (damals noch ZFP) geplant und realisiert.Diese Konferenz fand in enger Zusammenarbeit mit Mark Brayne vom Dart Center in London statt.Eine zweite Konferenz speziell für die WDR Mitarbeiter wurde im Oktober 2006 von mir in Köln moderiert. Ein Artikel darüber ist im Januar 2007 in der WDR Zeitung Print erschienen, hier als PDF zum Nachlesen. Das erste Training in Deutschland, in dem Journalisten einen guten Umgang mit Überlebenden eines Unglücks übten, fand am 16.-17. Oktober 2006 statt. Im Jahr 2007 habe ich zwei dreitägige Trainings für den WDR in Düsseldorf und Köln geleitet. 2008 fand bisher eines statt, weitere sind geplant. Im Mai 2007 wurde aufgrund des zunehmenden Interesses die deutsche Sektion des Internationalen Dart Centers gegründet, geleitet von Petra Tabeling. Mit dem Dart Center arbeite ich als Trainerin und Beraterin zusammen.  Vom 2.-4.06.2008 engagierte sich Gavin Rees vom Dart Center London auf dem Global Medium Forum in Bonn für eine konfliktsensitive Berichtererstattung. Bei


 







Planet Wissen: Interview mit Fee Rojas

Ausschnitte aus der WDR-TV-Sendung vom 01.12.2011 zum Nachlesen und Anschauen

WDR 5 - Redezeit: ein Jahr nach dem Loveparade-Unglück

Fee Rojas im Gespräch mit Jürgen Wiebicke über das Erleben der Journalisten, die über die Love-Parade im Juli 2010 berichtet haben

Ein Alphabet der Gefühle

Zutreffend beschreibt Hans Hoff in der SZ vom 31.12.08 die Mythen rund um die Unverwundbarkeit der Journalisten. Mit vielen O-Tönen von mir.

Kriegsreporter wird wegen Traumafolgestörung gekündigt

Am 3.9.2008 berichtet das Schweizer Fernsehen über den Kriegsreporter Carl Just der gegen seinen Arbeitgeber den Ringier-Verlag klagt. Fernseh-Beitrag mit einem kurzen O-Ton u.a. von mir.

Artikel aus dem Schweizer Journalisten

In der Schweiz gab es Ende 2008 einige Berichte und Tagungen zu den psychischen Belastungen von Krisenberichterstattern so wie auch dieser Artikel von Claudia Landoldt Starck

Risiken von Journalisten

Ein DLF Bericht zum Lesen und Hören. Mit O-Tönen vom 115 Tage lang entführten BBC-Reporter Alan Johnston.

Unverwundbar?

Wie Journalisten mit den Dramen ihrer Arbeit umgehen. Ein Bericht über die Veranstaltung von Dart Deutschland und KJV am 20.11.08 in Köln

Konfrontation mit dem Grauen

Warum Fortbildungen auch für Journalisten notwendig sind. Von Kristina Marodlt -Die Zeit vom 5.11.2009

Opfer der Objektivität

Ein Artikel von Harald Staun über die Befindlichkeit von Journalisten aus Frankfurter Sonntagszeitung vom 24.01.2010

Der Krieg im Kopf

Ein Artikel aus der Neuen Zürcher Zeitung vom 21.07.06 über den Umgang von Journalisten mit emotionalen Extremsituationen

Medienseite der TAZ vom 19.02.10

Wie Haiti auch die Berichterstatter verändert, nicht zwangsläufig traumatisiert. Guter Artikel ein bisschen zu traumalastig.

Nicht der einzelne ist verrückt, sondern das Ereignis

Maria Benning schreibt auf den Seiten von telepolis über Trauma und Journalismus

Zur Trauma und Mediendebatte: Interview mit Horst Eberhard Richter (Zeit v.21.09.06)

Richter kritisiert die selbsternannten Gutachter der Natascha Kampusch und spricht über seine Isolationshaft - sehr lesenwert!

Unheimliche Mächte - Medien & Moral

Sebastian Wieschowski fragt welche Spuren haben die Berichte über Amokmorde in Winnenden hintelassen. (Mediummagazin 3/2010) Mit Hinweisen von mir was im Umgang mit traumatisierten Menschen zu beachten ist.



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